***Pokalfight im Heinz-Dettmer-Stadion!***

Elfer-Krimi mit Happy End – BSV kämpft sich ins Halbfinale!

Was für ein Pokalnachmittag in Lohne! Traumstart, zweimalige Führung, der bittere Ausgleich praktisch mit der letzten Aktion – und schließlich die Entscheidung vom Punkt. Der BSV Rehden gewinnt das Viertelfinale bei BW Lohne mit 7:6 (2:2, 1:1) nach Elfmeterschießen und steht im Halbfinale des Krombacher Niedersachsenpokals.

Am Sonntag, 4. Oktober 2026, ab 15:00 Uhr ging es für unseren BSV im Krombacher NFV-Pokal ins Heinz-Dettmer-Stadion in Lohne um den Einzug ins Halbfinale. Gegner war mit BW Lohne ein Ligakonkurrent aus der Oberliga Niedersachsen – und die 805 Zuschauer bekamen einen Pokalfight geboten, der bis zum allerletzten Elfmeter an Spannung kaum zu überbieten war.

Viel dramatischer hätte dabei auch das Debüt von Jan Stromberg auf der Rehdener Trainerbank kaum verlaufen können. Nach mehr als 90 intensiven Minuten und einem nervenaufreibenden Elfmeterschießen durfte unser neuer Trainer gemeinsam mit seiner Mannschaft und den mitgereisten Rehdenern den Einzug ins Halbfinale feiern.

Dabei hätte der Start kaum besser sein können. Noch nicht einmal die erste Minute war komplett gespielt, als Takang Anubodem nach Flanke von „Bolly“ Jobe aus zentraler Position abzog und unseren BSV mit 1:0 in Führung brachte.

„Da kann man nur sensationell gut ins Spiel kommen mit solch einer frühen Führung und so einem schönen Tor. Da freut man sich natürlich erst einmal“, freute sich Stromberg über den Auftakt nach Maß.

Doch die frühe Führung bedeutete keineswegs, dass Rehden die erste Hälfte anschließend kontrollieren konnte. Lohne erhöhte den Druck und drängte unsere Mannschaft phasenweise weiter zurück, als es dem neuen BSV-Coach lieb war.

In der 14. Minute folgte der Ausgleich. Ausgerechnet der ehemalige Rehdener Rilind Neziri – der in Lohne heimisch geworden ist – traf mit einem sehenswerten Schlenzer zum 1:1.

Stromberg sah in dieser Phase durchaus Probleme bei seiner Mannschaft: „Wir hatten im Laufe der ersten Halbzeit unsere Schwierigkeiten, weil Lohne uns weiter hinten reingedrückt hat, als uns das lieb war. Nach dem Ausgleich hat es ein wenig gedauert, bis bei uns wieder Stabilität eingezogen ist.“

Kurz vor der Pause bekam der BSV die Partie wieder besser in den Griff und ging mit dem 1:1 in die Kabine.

Strombergs Wechsel zeigt sofort Wirkung

Zur Pause reagierte Jan Stromberg und brachte mit Luis Monteiro einen frischen Mann für die Offensive. Der Wechsel sollte sich praktisch sofort bemerkbar machen.

Monteiro holte unmittelbar nach Wiederbeginn einen Freistoß heraus und leitete damit die erste große Rehdener Möglichkeit des zweiten Durchgangs ein. Leon Arizanov nahm Maß und knallte die Kugel in der 47. Minute an die Latte – nur wenige Zentimeter fehlten zur erneuten Führung.

Doch lange musste der BSV nicht auf das 2:1 warten. Nur wenige Minuten später war ausgerechnet der zur Pause eingewechselte Monteiro selbst zur Stelle. Nach einer starken Einzelaktion brachte er unsere Mannschaft in der 54. Minute erneut in Führung.

Damit hatte Strombergs Wechsel unmittelbar Wirkung gezeigt.

„Nach der Pause sind wir sehr gut in die zweite Hälfte gekommen. Zunächst haben wir mit dem Lattentreffer eine gute Gelegenheit und kurz danach macht der eingewechselte Luis Monteiro die erneute Führung“, zeigte sich Stromberg mit dem Start seiner Mannschaft in den zweiten Durchgang zufrieden.

Rehden verpasst die vorzeitige Entscheidung

Nach dem 2:1 verteidigte der BSV die Führung über weite Strecken souverän und ließ nur noch wenig zu. Gleichzeitig boten sich unserer Mannschaft immer wieder Räume zum Umschalten – und damit Möglichkeiten, mit dem dritten Treffer vorzeitig für die Entscheidung zu sorgen.

Genau hier sah Stromberg nach der Partie einen Punkt, den sich seine Mannschaft ankreiden lassen musste.

„Danach fand ich, dass wir eigentlich sehr souverän und solide gespielt und nicht viel zugelassen haben. Aber wir müssen uns auch sagen lassen, dass wir den Konter zum 3:1 nicht gesetzt haben. Da waren schon Gelegenheiten, die wir besser hätten ausspielen können.“

So blieb Lohne im Spiel.

Und das sollte sich tatsächlich noch rächen.

Der Schock mit der letzten Aktion

Die reguläre Spielzeit war bereits vorbei und auch die fünfminütige Nachspielzeit praktisch abgelaufen. Der BSV hatte den Ball an der gegnerischen Eckfahne – also genau dort, wo man ihn in einer solchen Situation haben möchte: weit weg vom eigenen Tor.

Eigentlich fehlten nur noch wenige Augenblicke bis zum Halbfinaleinzug.

Doch Lohne gelang es noch einmal, sich aus dieser Situation zu befreien. Mit praktisch der letzten Aktion kam der Ball noch einmal gefährlich vor das Rehdener Tor – und Nico Thoben traf zum 2:2.

Der sicher geglaubte Sieg war innerhalb weniger Sekunden dahin.

Statt Rehdener Jubel hieß es plötzlich: Elfmeterschießen!

Gerade die Entstehung des späten Ausgleichs ärgerte Stromberg: „Die Zeit ist eigentlich abgelaufen. Wir sind an der Eckfahne des Gegners, weit weg von unserem Tor – genau so, wie man es haben möchte. Da dürfen wir den Gegner nicht wieder herauslassen und noch einmal zu einer Möglichkeit kommen lassen.“

Das Momentum schien nach diesem Treffer plötzlich komplett auf Lohner Seite zu liegen. Für unsere Mannschaft ging es nun darum, diesen bitteren Rückschlag innerhalb kürzester Zeit aus den Köpfen zu bekommen.

Starke Nerven vom Punkt – Banfalvi macht den Deckel drauf

Und der BSV zeigte, dass er an diesem Nachmittag unbedingt ins Halbfinale wollte.

Luis Monteiro, Ebrima Jobe, Daniel Hefele, Max Kummer und Kapitän Julian Wolff übernahmen Verantwortung und verwandelten ihre Elfmeter sicher.

Dann kam der große Moment von Daniel Banfalvi.

Beim entscheidenden Versuch von Nicolas Fenski war unser Schlussmann zur Stelle. Banfalvi tauchte ins untere rechte Eck ab, parierte den Elfmeter – und machte damit den Rehdener Halbfinaleinzug perfekt.

7:6 nach Elfmeterschießen – HALBFINALE!

Für Stromberg war gerade die Reaktion seiner Mannschaft nach dem späten Nackenschlag besonders wichtig: „Das Momentum war wieder beim Gegner. Aber wir konnten es im Elfmeterschießen noch einmal drehen, indem wir starke Elfmeter geschossen haben und unser Torhüter Daniel Banfalvi mal wieder einen hält.“

Nach einem Nachmittag voller Wendungen überwog beim neuen BSV-Trainer schließlich vor allem die Freude über das Weiterkommen.

„Am Ende können wir glücklich und froh sein, dass wir doch noch dieses positive Erlebnis hatten. Wir freuen uns jetzt auf das Halbfinale und auch auf die kommenden zwei Heimspiele in der Liga.“

Auch Ebrima Jobe brachte nach der Partie auf den Punkt, mit welcher Einstellung die Mannschaft nach Lohne gefahren war:

„Wir hatten uns vor dem Spiel gesagt, dass wir mit einem Sieg nach Hause fahren – egal wie.“

Und genau dieses Vorhaben setzte der BSV um – auch wenn der Weg dorthin kaum dramatischer hätte sein können.

Fazit: Traumstart, schwierige Phasen in der ersten Halbzeit, eine starke Reaktion nach der Pause, ein verpasstes 3:1, der Schock mit der letzten Aktion und schließlich starke Nerven vom Punkt – dieser Pokalnachmittag hatte wirklich alles.

Für Jan Stromberg endet damit sein erstes Spiel als BSV-Trainer direkt mit einem besonderen Erfolg. Und für unsere Mannschaft geht die Reise im Niedersachsenpokal im Jahr 2027 weiter.

Und zunächst heißt der Gegner am Samstag, den 10.10.2026 um 14:00 Uhr in den heimischen Waldsportstätten – Aufsteiger SC Hemmingen-Westerfeld

BW Lohne – BSV Rehden 6:7 n. E. (2:2/1:1)

Der BSV Rehden heute mit: Daniel Banfalvi – Bo-Börge Drath (90.+5 Salif Kujabi), Julian Wolff, Peterson Chato, Leon Arizanov – Daniel Hefele, Max Kummer – Takang Anubodem (77. Milan Hoffmeister), Bojang  Babanding (46. Luis Monteiro), Ebrima Jobe – Leonit Basha (75. Daniel Jung).

Torfolge: 0:1 Takang Anubodem (1.), 1:1 Rilind Neziri (14.), 1:2 Luis Monteiro (54.), 2:2 Nico Thoben (90.+5)  .

Elfmeterschießen: 2:3 Luis Monteiro, 3:3 Leonard Bredol, 3:4 Ebrima Jobe, 4:4 Christian Düker, 4:5 Daniel Hefele, 5:5 Nico Thoben, 5:6 Max Kummer, 6:6 Felix Övermann, 6:7 Julian Wolff,

Schiedsrichter: Tom-Leon Bender

Zuschauer: 805

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