Ähnliche Formkurven – Derby für Rehden ein weiteres Highlight-Spiel“
Rehden – Am Freitag, den 10.04.2026 um 19:30 Uhr, steigt für die Schwarz-Weißen in den Waldsportstätten in ein packendes Oberliga-Duell gegen den Kleinstadtclub TuS Bersenbrück. Beide Teams kommen mit ähnlichen Formkurven in das Lokalderby, was Spannung und Tempo von der ersten Minute verspricht. Für die Fans ein echtes Highlight-Spiel, bei dem es nicht nur um Punkte, sondern auch um Prestige, Rivalität und die Vorherrschaft in der Region geht.
Rehden mit Rückschlägen
Rehden selbst tritt mit einem Mix aus Stabilität und zuletzt leichten Rückschlägen an. Nach dem 0:5 gegen den SV Atlas Delmenhorst folgten knappe Niederlagen bei Meppen II (0:1) und VfV Hildesheim (1:2), in denen die Schwarz-Weißen phasenweise auf Augenhöhe agierten, aber zu wenig Zählbares mitnehmen konnten. Die Defensive zeigte sich weitgehend solide, während die Offensive noch an der Effizienz feilen muss. Diese Mischung macht die Partie so spannend: Mit Fokus, Präzision und Heimvorteil hat Rehden die Chance, in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Bersenbrück: Starke Offensive, wackelige Defensive
Der TuS Bersenbrück ist trotz durchwachsener Ergebnisse ein qualitativ starker Gegner. Die Offensive gehört zu den besten der Liga und erzielt im Schnitt über zwei Tore pro Spiel. Besonders auffällig: Im Heimspiel gegen Tabellenführer Atlas Delmenhorst wurde die Angriffsstärke nahezu neutralisiert. Die sonst so durchschlagskräftigen Aktionen fanden kaum in gefährliche Räume, individuelle Vorstöße blieben wirkungslos. Für Rehden zeigt dies: Mit einer stabilen Grundordnung, konsequentem Verschieben und frühem Druck auf den Ball lässt sich Bersenbrücks Spiel massiv stören.
Die taktische Schlüsselrolle
Bersenbrück bleibt dennoch offensiv gefährlich, während die Defensive bei 41 Gegentoren anfällig ist – besonders bei schnellen Umschaltmomenten und Ballverlusten im Mittelfeld. Für Rehden ergibt sich die Chance, mit schnellem Vertikalspiel, aggressivem Gegenpressing und gezielten Nadelstichen auf den Außenbahnen die Schwächen des Gegners auszunutzen. Effizienz im letzten Drittel wird entscheidend sein.
Tabellenlage und Druck
Mit 35 Punkten nach 22 Spielen liegt Bersenbrück auf Rang fünf – solide, aber mit wachsendem Abstand zur Spitze, die Atlas Delmenhorst mit 47 Zählern anführt. Seit mehreren Spielen wartet der Gast auf einen Sieg und reist unter Druck an. Für Rehden ergibt sich dadurch eine klare Chance: Mit der eigenen Stabilität und den gewohnten taktischen Prinzipien über die Außenbahnen kann der Gastgeber die Schwächen des Gegners gezielt ausnutzen und das Spiel kontrollieren.
Gleichzeitig bleibt Bersenbrück offensiv gefährlich (51Treffer), während sich die Defensive angesichts 41 Gegentreffer immer wieder wackelig – besonders bei schnellen Umschaltmomenten und Ballverlusten im Mittelfeld. So wurde in den letzten sechs Begegnungen nicht ein Sieg verbucht. Hier kann Rehden ansetzen: schnelles Vertikalspiel, aggressives Gegenpressing und gezielte Nadelstiche auf den Außenbahnen können den Unterschied machen. Effizienz im letzten Drittel wird entscheidend sein.
Spielentscheidende Faktoren
Für den weiteren Saisonverlauf bietet sich für Rehden noch die Chance, mit der Rückkehr einer stabiler Defensive, schnellem Umschaltspiel und mit Heimvorteil Punkte zu sammeln, verlorene Tabellenplätze aufzuholen und damit die Position im vorderen Mittelfeld der Oberliga Niedersachsen zu festigen. Der TUS Bersenbrück ist dagegen aufgrund ihrer Tabellensituation gewillt, den Gastgebern bei ihrem Vorhaben in die Suppe zu spucken.
Der Gegnercheck:
Tabellenplatz: 6 Tordifferenz: 51:41 Punkte: 35
Trend der letzten Spiele: U | U | U | U | N |->
Bester Torschütze: 8 Tore – Markus Lührmann | 7 Tore – Marcos Alvares | 6 Tore – Simon James |
Trainer: Der 40-jährige Andy Steinmann seit Jan.2025
Rückblick aufs Hinspiel
Das Hinspiel zwischen dem BSV Rehden und dem TuS Bersenbrück endete mit einem intensiven 1:1-Unentschieden. In einem Duell auf Augenhöhe geriet der BSV zunächst durch einen Treffer von Simon James früh in Rückstand (23.), zeigte jedoch eine starke Reaktion.
Mit zunehmender Spielzeit fand Rehden immer besser ins Spiel und belohnte sich nach der Pause: Beytullah Özer erzielte per Kopf den verdienten Ausgleich (59.) nach einem sehenswerten Angriff über die rechte Seite.
In der Schlussphase musste der BSV nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte in Unterzahl agieren, hielt jedoch kämpferisch dagegen und hatte in der Nachspielzeit sogar noch die große Chance auf den Sieg. Am Ende blieb ein Punkt, der vor allem die Moral und Geschlossenheit der Rehdener unterstrich – mit dem Gefühl, dass in diesem Derby durchaus mehr möglich gewesen wäre.
Trainer Arambasic und sein Kader
Im Kader des BSV Rehden hat sich die personelle Situation nach den zahlreichen Ausfällen der vergangenen Wochen wieder etwas entspannt. Einige wichtige Spieler kehren zurück und sorgen für zusätzliche Optionen.
Besonders wichtig ist die Rückkehr von Je-mines Paris, der nach seiner Drei-Spiele-Sperre infolge der Roten Karte wieder zur Verfügung steht – ebenso wie nach seiner Zeit bei der Nationalmannschaft. Auch Malik Euwi ist nach seiner Sperre aufgrund der fünften Gelben Karte wieder einsatzbereit.
Zudem ist Dominik Klann nach langer Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining und eine Option für den Kader. Zwar ist er noch nicht bei 100 Prozent, kann aber bereits wieder eingebunden werden.
Weiterhin verzichten muss das Team jedoch auf Inwoo Choi, der mit muskulären Problemen ausfällt. Darüber hinaus stehen hinter ein bis zwei Spielern noch Fragezeichen.
Rehdens Trainer-Stimme zur Partie
„Wir sehen das Spiel am Freitag ganz klar als Chance, uns aus der aktuellen Situation zu befreien. Gleichzeitig kommt Bersenbrück mit viel Euphorie zu uns in die Waldsportstätten – der 6:1-Pokalsieg in Wilhelmshaven und damit der Einzug ins NFV-Poal-Finale sind natürlich ein deutliches Ausrufezeichen. Aber wir wissen auch: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.
In der Liga lief es für Bersenbrück zuletzt eher durchwachsen, mit vielen Unentschieden und bislang ohne Sieg in diesem Jahr. Das zeigt, wie eng alles zusammenliegt. Ähnlich war es auch bei Spelle, die gegen uns dann den Turnaround geschafft haben – auch, weil wir uns die Gegentore teilweise selbst eingebrockt haben.
Für uns gilt deshalb: Wir müssen in erster Linie wieder defensiv stabil werden. Im Moment kassieren wir zu viele, teilweise auch einfache Gegentore. Da waren wir schon deutlich weiter und hatten eine gute Entwicklung genommen, bevor uns das Spiel gegen Atlas etwas aus der Bahn geworfen hat.
Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Es geht darum, von Anfang an wach zu sein und gar nicht erst unten reinzurutschen. Noch stehen wir über dem Strich und wollen schnell wieder nach oben. Mit Bersenbrück und Heeslingen warten allerdings zwei richtig schwere Aufgaben auf uns. Trotzdem ist unser klares Ziel, aus diesen Spielen etwas mitzunehmen, um den Druck nicht weiter anwachsen zu lassen.
Deshalb erwarte ich von meiner Mannschaft 100 Prozent Einsatz, volle Konzentration und die Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. Das Hinspiel war ein intensives 1:1 – genau so ein Spiel erwarte ich auch jetzt wieder. In einem Derby wird dir nichts geschenkt, und wir werden auch nichts herschenken.
Positiv ist, dass wir wieder mehr Optionen im Kader haben. Die Bank ist breiter besetzt, gerade in der Offensive sind wir wieder flexibler. Das gibt uns zusätzliche Möglichkeiten. Jetzt liegt es an uns, diese Energie auf den Platz zu bringen und am Freitag den Brustlöser zu schaffen. Jeder muss bereit sein, alles reinzuhauen – denn diese Liga ist extrem eng. Vor zwei Wochen schaust du nach oben, jetzt geht der Blick nach unten. Genau das wollen wir verhindern.“
Fazit:
Am Ende wird Freitag entscheidend sein, wer seine Chancen konsequenter nutzt und wer hinten stabil bleibt. Die Schwarz-Weißen wollen die Waldsportstätten wieder zur Festung machen und die Bersenbrücker Offensive frühzeitig unter Kontrolle bringen – alles unter dem Motto: #PureLeidenschaft
