„Führung aus der Hand gegeben“ – Später Doppelschlag besiegelt Heimniederlage!
Rehden – Der BSV Rehden hat die Saison in der Oberliga Niedersachsen trotz einer 1:2-Heimniederlage gegen den MTV Wolfenbüttel auf Rang zehn mit 42 Punkten abgeschlossen. Die Schwarz-Weißen können dennoch auf einen starken Schlussspurt mit vier Siegen und einem Remis aus den vergangenen sechs Spielen zurückblicken.
Der BSV Rehden hat sich im letzten Saisonspiel trotz einer über weiten Strecke engagierten Leistung nicht mit einem Erfolgserlebnis von seinen Fans verabschieden können. In den heimischen Waldsportstätten unterlagen die Schwarz-Weißen dem abstiegsbedrohten MTV Wolfenbüttel nach einer dramatischen Schlussphase mit 1:2.
Vor dem Anpfiff standen zunächst emotionale Verabschiedungen im Mittelpunkt. Sportleiter Sandy Röhrbein und Präsident Friedrich Schilling verabschiedeten Ex-Trainer Kristian Arambasic nach viereinhalb Jahren sportlicher Verantwortung beim BSV sowie Pascal Wiewrodt, Elias Beck, Eric Anozie, Inwoo Choi, Dominik Klann sowie David Lucic. Anschließend rollte der Ball – und der BSV erwischte den deutlich besseren Start.
Bereits früh setzte der Gast aus Wolfenbüttel ein erstes Ausrufezeichen, als Akram-Dine Mohamadou aus der Distanz abzog, den Ball aber deutlich über das Tor setzte (5.).
Aber auch die Gastgeber zeigten im Anschluss, dass sie den Saisonabschluss erfolgreich gestalten wollten. Nach neun Minuten wurde der engagierte Beginn belohnt: Beytullah Özer zog ab, sein abgefälschter Versuch ließ dem Gäste-Keeper keine Chance – 1:0 für Rehden.
Doch damit nicht genug: Die Schwarz-Weißen blieben am Drücker, spielten zielstrebig nach vorne und waren die klar spielbestimmende Mannschaft. Bereits vor der Pause hätte der BSV für deutlichere Verhältnisse sorgen müssen. Zunächst setzte sich Bo-Börge Drath auf der linken Seite stark durch, doch Javier Jimenez Paris setzte dessen scharfe Hereingabe knapp über den Querbalken (33.). Wenig später lag das 2:0 erneut in der Luft: Nach Vorarbeit von Anubodem traf Javier Jimenez Paris mit seinem Abschluss nur die Unterkante der Latte (39.).Auch Bo-Börge Drath und Noah Wallenßus vergaben weitere gute Chancen, während Wolfenbüttel in dieser Phase nur selten gefährlich wurde.
Mit einer verdienten 1:0-Führung ging der BSV in die Halbzeitpause. Zwar zeigte Wolfenbüttel nach dem frühen Rückstand phasenweise eine ordentliche Reaktion und kam zu gefälligen Kombinationen, die klareren Chancen gehörten jedoch den Schwarz-Weißen, die es versäumten, ihre Führung weiter auszubauen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der BSV die gefährlichere Mannschaft, ließ die Vorentscheidung jedoch liegen. Innerhalb weniger Minuten vergaben die Gastgeber gleich zwei weitere hochkarätige Möglichkeiten: Zunächst setzte Javier Jimenez Paris einen Abschluss nach einem missglückten Rückpass der Gäste freistehend rechts am Tor vorbei (49.), ehe der Angreifer nur eine Minute später nach einem Querpass am Fünfmeterraum völlig frei zum Abschluss kam, den Ball jedoch über die Latte setzte (50.).
In der Schlussphase bot sich dem BSV sogar die große Chance auf die Entscheidung, doch nach einer starken Parade von Güzel gegen einen Kopfball und dem anschließenden Abpraller setzte Noah Wallenßus den Nachschuss am rechten Pfosten vorbei (83.).
Es sollte eine vergebene Möglichkeit mit Folgen bleiben. Mit zunehmender Spielzeit war den Gästen die Dringlichkeit im Abstiegskampf anzumerken. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte Wolfenbüttel den Druck und zwang den BSV immer stärker in die Defensive. Pascal Wiewrodt hielt die Führung mit mehreren starken Paraden zunächst fest, war in der Schlussphase jedoch machtlos als André Linek in der 86. Minute zum Ausgleich traf und ehe Hadi Abou Raya nur drei Minuten später per Kopf den 2:1-Siegtreffer für die Gäste erzielte.
Trotz der bitteren Niederlage zum Abschluss überwog beim BSV am Ende auch der Blick auf die positive Entwicklung der vergangenen Wochen. Trainer Majid Cirousse hatte als Ziel für den Saisonendspurt 16 Punkte und eine ungeschlagene Serie in den letzten sechs Spielen als Wunsch ausgegeben – beides wurde zur Enttäuschung aller. durch die Niederlage gegen Wolfenbüttel verpasst. Dennoch verdiente sich die Mannschaft Lob für einen starken Schlussspurt mit vier Siegen, einem Unentschieden und insgesamt einer deutlich stabileren Formkurve.
Mit dem Saisonende verabschiedet sich der BSV Rehden nun in die Sommerpause. Am 22. Juni 2026 starten die Schwarz-Weißen in den heimischen Waldsportstätten in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Ein großer Dank gilt allen Fans, Unterstützern, Sponsoren und Helfern, die den BSV in dieser Saison – zuhause wie auswärts – begleitet und unterstützt haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in der neuen Saison!
Der BSV Rehden heute mit: Pascal Wiewrodt – Bo-Börge Drath (83. Oleksii Mazur), Julian Wolff, Andre Ndiaye (59. Dominik Klann), Serkan Temin, Niklas Bär(67. Eric Anozie), Takang-Ngufor Anubodem (67. Elias Beck), Javier Jimenez Paris (77. David Lucic), Beytullah Özer, Leon Arizanov, Noah Wallenßus.
Trainer: Majid Cirousse
Torfolge: 1:0 (09.) Felix Finn Lange ET, 1:1 (86.) André Linek, 1:2 (89.) Hadi Abou Raya.
Schiedsrichter: Jost Steenken
Zuschauer: 150
⚫⚪ #PureLeidenschaft
„Schwarz. Weiß. Pure Leidenschaft. Danke für euren Support! 🖤🤍“
BSV-Trainer Majid Cirousse zog trotz der Niederlage ein differenziertes Fazit:
„Wenn man den Spielverlauf betrachtet, hätten wir heute aufgrund unserer Großchancen durchaus mit drei oder vier Toren führen müssen. Auf der anderen Seite hatten wir einen Gegner, der viel Risiko gegangen ist und sich am Ende innerhalb kürzester Zeit mit zwei Toren belohnt hat.“
Trotz des bitteren Endes wollte der BSV-Coach die Niederlage nicht überbewerten und richtete den Blick auf die vergangenen Wochen: „Wenn ich die letzten sechs Spiele insgesamt betrachte, kann ich der Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Jungs den Abstiegskampf angenommen haben. Sie haben in kurzer Zeit die Kurve bekommen, als Team zusammengestanden, sich gegenseitig unterstützt und individuelle Interessen hintenangestellt. So haben wir den Klassenerhalt absolut verdient geschafft.“
Auch persönlich blickte Cirousse positiv auf seine Zeit in Rehden zurück: „Für mich war es eine schöne Zeit. Dass wir den Turnaround in dieser Form schaffen, war so nicht unbedingt zu erwarten. Dass wir die Klasse halten, davon war ich überzeugt – aber wie schnell die Mannschaft die Dinge umgesetzt hat und wie schnell sich das in Punkten wiedergespiegelt hat, war schon bemerkenswert.“
Besonderen Dank richtete der Trainer an sein Umfeld: „Meinen Auftrag konnte ich nur mit der Unterstützung von David, Sandy und natürlich der gesamten Mannschaft erfüllen, die voll mitgezogen haben.“
Wie es für ihn persönlich weitergeht, ließ Cirousse noch offen: „Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Aber der Aufwand wäre mit Blick auf die Zukunft für mich schon ein großer zeitlicher Faktor. Wie es weitergeht, weiß ich aktuell noch nicht.“
Mit Blick auf die Fans ergänzte der BSV-Coach: „Ein großes Dankeschön gilt natürlich auch unseren Fans, die uns in den vergangenen Wochen und über die gesamte Saison hinweg unterstützt haben. Gerade in der letzten Phase war dieser Rückhalt enorm wichtig. Dafür sind wir sehr dankbar.“
