„Der Aufsteiger von der Wolfenbütteler Meesche steht vor einem Finale mit enormer Bedeutung“
Rehden – Der BSV Rehden trifft am Sonntag im Ligafinale erstmals in einem Pflichtspiel in den Waldsportstätten auf den MTV Wolfenbüttel aus der Lessingstadt, die vielen vor allem durch den „Jägermeister“ bekannt ist. Die Gäste reisen mit einer sportlich brisanten Ausgangslage an.
Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale
Nach dem 29. Spieltag steht der MTV in der Oberliga Niedersachsen mit 35 Punkten und einem Torverhältnis von 57:66 auf Rang 13 und hat den Klassenerhalt noch nicht endgültig gesichert. Der Rehdener Gastgeber dagegen liegt mit 42 Zählern sowie mit einem Torverhältnis von 47:47 auf Platz neun und hat sich damit den Ligaverbleib, die komfortablere Ausgangsposition im Saisonendspurt erarbeitet.
Warnsignal aus dem letzten Spiel
Besonders negativ aus Sicht der Gäste wirkte zuletzt die deutliche 2:5-Heimniederlage gegen die U23 von Eintracht Braunschweig, die punktgleich direkt vor dem MTV rangiert. Dieses Ergebnis unterstrich noch einmal die defensive Anfälligkeit der Wolfenbütteler in einer entscheidenden Saisonphase.
Die Stärken des MTV Wolfenbüttel
Genau diese Situation macht den MTV unangenehm. Mannschaften im Abstiegskampf entwickeln häufig zusätzliche Energie, und Wolfenbüttel lebt aktuell vor allem von Einsatz, Intensität und Mentalität. Die Mannschaft versucht früh anzulaufen, arbeitet mit hoher Laufbereitschaft und sucht nach Ballgewinnen den direkten Weg nach vorne. Besonders im Umschaltspiel kann die Elf gefährlich werden, wenn sich Räume bieten und das Spiel offen geführt wird.
Die Schwächen in der Defensive
Ihre größte Schwäche bleibt die defensive Stabilität. Immer wieder offenbarte der MTV in dieser Saison Abstimmungsprobleme im Defensivverbund, wirkte bei schnellen Gegenstößen anfällig und leistete sich Fehler im Spielaufbau. Auch bei Standardsituationen fehlte in einigen Spielen die nötige Konsequenz. Die Gegentorquote zeigt deutlich, dass hier die größte Baustelle liegt.
Direkt statt kontrolliert nach vorne
Offensiv ist Wolfenbüttel eher eine Mannschaft der direkten Aktionen als der kontrollierten Spielgestaltung. Wenn das Spiel hektisch wird, fühlt sich die Elf häufig wohler als in langen Ballbesitzphasen. Muss der MTV selbst das Spiel machen, fehlt mitunter die Ruhe im letzten Drittel und die Präzision im Abschluss. Gute Phasen blieben deshalb in dieser Saison nicht immer mit Punkten belohnt.
Der Faktor Kopf im Abstiegskampf
Auch mental dürfte das Saisonfinale eine Rolle spielen. Der Druck des Abstiegskampfes kann zusätzliche Kräfte freisetzen, aber ebenso Nervosität erzeugen. Gerät Wolfenbüttel früh in Rückstand, zeigte die Mannschaft in dieser Saison phasenweise Unsicherheiten. Bleibt die Partie dagegen lange offen, wächst meist auch der Glaube an ein Ergebnis. Der MTV Wolfenbüttel reist damit als kämpferisch unangenehmer Gegner nach Rehden – mit klaren Stärken im Einsatz, aber ebenso erkennbaren Schwächen in Stabilität und Konstanz.
Der Gegnercheck:
Tabellenplatz: 13 Tordifferenz: 57:66 Punkte: 35
Trend der letzten Spiele: S |N | S | S | N |->
Beste Torschützen: 12 Tore – Hannes Joppich | 11 Tore – Akram-Dine Mohamadou | 7 Tore – Maximilian Moslener|
Trainer: Der 46-jährige Deniz Dogan seit Jul. 2022
🔙 Blick zurück: Rehden mit souveränem Hinspielerfolg
Das Hinspiel entschied der BSV Rehden zum Abschluss der Hinrunde mit einem verdienten 2:0-Auswärtssieg beim Aufsteiger MTV Wolfenbüttel für sich. Nach einer torlosen ersten Halbzeit zeigte sich die Arambasic-Elf im zweiten Durchgang zielstrebiger, nutzte ihre Chancen durch Eric Anozie (75.) und Noah Wallenßus (90.+2) und überzeugte vor allem defensiv mit großer Disziplin. Für den BSV war es zugleich das erste Pflichtspiel der Saison ohne Gegentor.
Unsere Personalsituation am Wochenende
Unser Co-Trainer David Schiavone blickt vor dem Final-Sonntag der Liga nicht ganz so positiv auf die Personalsituation beim BSV Rehden. Im Kader hat sich die Lage etwas angespannt: Die Rotsperre von Daniel Banfalvi, hat in dieser Partie noch Bestandbeide und somit steht er nicht zur Verfügung. Auch Max Kummer, Inwoo Choi, Eke Uzoma und Luis Monteiro haben ihre Blessuren noch nicht auskuriert. Auch bei Dominic Klann gibt es noch Fragezeichen.
Damit kann das Trainerteam nicht mehr ganz so aus dem Vollen schöpfen. Stand heute, stehen aber aktuell 18 gesunde und einsatzbereite Spieler bereit – gute Voraussetzungen also für die kommende Aufgabe.
Abstiegskampf als Warnsignal als Fazit:
Mit dem MTV Wolfenbüttel gastiert am Sonntag ein Gegner in den Waldsportstätten, der als Tabellen-13. noch mitten im Abstiegskampf steckt und entsprechend mit viel Einsatz und Mentalität auftreten wird. Die Gäste leben von ihrer Geschlossenheit und Körperlichkeit, zeigen sich defensiv unter konstantem Druck jedoch anfällig. Für den BSV Rehden wird es darauf ankommen, von Beginn an die Spielkontrolle zu übernehmen und die eigenen Qualitäten konsequent auszuspielen…
