***Niederlage in Unterzahl – BSV zahlt weiteren bitteren Preis***

„Platzverweis bringt BSV abermals aus dem Rhythmus“

Rehden – Eine strittige Szene vor der Pause verändert alles – Rehden hält lange dagegen, wird am Ende aber deutlich bestraft. Unter Flutlicht und mit dem klaren Ziel, die Negativserie zu stoppen, wollte Rehden ein Zeichen setzen.

Stattdessen entwickelte sich ein Abend, der vor allem durch Entscheidungen, die nicht von Souveränität geprägt waren, und so aus Rehdener Sicht schwer nachvollziehbar blieben. Eine umstrittene Gelb-Rote Karte und der anschließende Platzverweis für Rehdens Trainer Arambasic kippten die Partie früh und nachhaltig.

Trotz großer Gegenwehr in Unterzahl blieb der BSV lange im Spiel, musste sich am Ende jedoch mit 1:4 geschlagen geben und hielt so den Bersenbrücker den Steigbügel für ihren ersten Ligasieg in 2026. Besonders bitter: Die Begegnung war bis zur entscheidenden Phase völlig offen.

Spielverlauf / Unterzahlphase

Eine daraus resultierende umstrittene Gelb-Rote Karte, ein Trainerverweis und mehr als 50 Minuten in Unterzahl stellten das Spiel auf den Kopf. Was folgte, war ein leidenschaftlicher Kampf der Schwarz-Weißen gegen alle Widerstände – der am Ende dennoch in einer deutlichen 1:4-Niederlage mündete, die sich härter anfühlt, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Bis zur 38. Minute entwickelte sich ein umkämpftes, aber chancenarmes Spiel, in dem sich beide Teams weitgehend neutralisierten. Rehden war gut organisiert, suchte immer wieder über die Außen den Weg nach vorne und hatte durch einen Kopfball von Javier Jimenez Paris sowie eine Hereingabe auf Max Kummer erste Annäherungen.

Max Kummer zurück in die Startelf

Dabei gab Max Kummer nach langer Verletzung sein Startelf-Comeback für den BSV Rehden. Es war eine von fünf Änderungen in der Anfangsformation im Vergleich zur Niederlage gegen Spelle Venhaus (2:3). Auch Topstürmer Noah Wallenßus saß zunächst auf der Bank. Die zuletzt gesperrten Malik Euwi und Javier Jimenez Paris standen hingegen in der Startelf und letzterer setzte früh offensive Akzente.

Platzverweis / Schlüsselszene

Dann folgte der Knackpunkt: Nach einem Zweikampf an der Seitenlinie sah Eric Anozie wegen angeblichen Haltens die Gelb-Rote Karte – eine Entscheidung, die für großen Unmut sorgte.

Die Szene brachte nicht nur die Mannschaft, sondern auch Trainer Kristian Arambasic aus der Fassung. Nach lautstarken Protesten wurde der BSV-Coach ebenfalls des Feldes verwiesen und musste die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Eine hitzige Phase, die das Spiel nachhaltig veränderte.

Trainerstimme – Kristian Arambasic:

„Täglich grüßt das Murmeltier. Wir machen Dinge gut, aber eben auch wieder nicht so gut. Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit, die Jungs haben unsere Spielidee umgesetzt, waren konzentriert und gut im Spiel. Dann kassieren wir wieder eine Gelb-Rote Karte – ich glaube, die neunte in dieser Saison – und damit kippt das Spiel komplett. Ab dem Moment ist unsere Idee nur noch Schall und Rauch.“

Führung für den TuS

Kurz vor dem Pausenpfiff nutzte die Kleinstadtelf ihre Überzahl eiskalt aus. Nach einer Balleroberung spielte Andre Nicolas Ndiaye einen katastrophalen Fehlpass ins Zentrum, dort schalteten die Gäste schnell um und gingen durch Markus Lührmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit 0:1 in Führung – ein bitterer Nackenschlag für die bis dahin stabil auftretenden Rehdener.

„Es ist dann ein einfacher Aufbaufehler, ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, den wir derzeit zu oft haben, sodass wir zur Umstellung gezwungen waren. – und der sofort bestraft wird“, erklärte Arambasic.

Rehdens Ausgleich

Doch die Schwarz-Weißen zeigten in dieser Phase Moral. Trotz Unterzahl kam der BSV entschlossen aus der Kabine und belohnte sich: Nach einer präzisen Flanke von Beytullah Özer stieg Paris am zweiten Pfosten hoch und köpfte zum verdienten 1:1-Ausgleich ein (55.). In dieser Phase war Rehden sogar das aktivere Team, setzte Bersenbrück unter Druck und kam zu weiteren Abschlüssen durch Niklas Bär und Max Kummer.

Arambasic: „In der Halbzeit haben wir uns gesammelt. Uns war bewusst, dass wir auch mit zehn Mann eine Chance haben, weil wir bis dahin alles im Griff hatten. Wir wollten weiter mutig nach vorne spielen, ins Umschaltspiel kommen und über Standards ge-fährlich werden – so fällt dann auch das 1:1.“

Entscheidung durch Markus Lührmann

Mitten in diese starke Phase hinein fiel jedoch die erneute Führung der Gäste. Wieder war es Lührmann, der bei einem Konter eine Flanke per Kopf sehenswert im langen Eck des Rehdener Tores unterbrachte (65.).

„Dann macht Lührmann sein zweites Tor – und er hat heute einfach in den Waldsportstätten mit dem Viererpack einen Bombentag erwischt“, so Arambasic. „Beim 1:3 kommt dann auch noch ein individueller Fehler dazu. Das passiert Daniel Banfalvi selten, aber diesmal rutscht ihm der Ball durch die Hände. Danach war unsere Moral gebrochen.“

Dieser Treffer zeigte Wirkung – die Kräfte schwanden, die Wege wurden länger, und Bersenbrück nutzte die Räume konsequent. Mit zwei weiteren Treffern (72., 84.) schnürte Lührmann seinen Viererpack und entschied die Partie endgültig.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage lässt sich der Mannschaft der Einsatz nicht absprechen. Über weite Strecken hielt der BSV auch in Unterzahl dagegen und zeigte besonders nach dem Seitenwechsel eine starke Reaktion. Am Ende war die lange Unterzahl jedoch nicht zu kompensieren.

Weiter geht es in der Oberliga am Freitag, 17.04.2026 um 19:30 Uhr beim SC Heeslingen in deren Waldstadion

Der BSV Rehden heute mit: Daniel Banfalvi, Julian Wolff, Malik Euwi, Javier Jimenez Paris, Luis Monteiro (70. Bo-Böge Drath), Elias Beck, Eric Anozie, Andre Nicolas Ndiaye, Niklas Bär (86. Takang-Ngufor Anubodem), Max Kummer (70. Noah Wallenßus), Beytullah Özer.

Trainer: Kristian Arambasic

Torfolge: 0:1 (45.+2) Markus Lührmann, 1:1 (55.) Javier Jimenez Paris, 1:2 (65.) Markus Lührmann, 1:3 (72.) Markus Lührmann, 1:4 (84.) Markus Lührmann.

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot für Rehdens Eric Anozie (38.), Rot für Rehdens Trainer Kristian Arambasic (41.).

Schiedsrichter: Bastian Winkler (SG Lucklum).

Zuschauer: 302

Fazit: Trotz der am Ende deutlichen Niederlage lässt sich der Mannschaft der Einsatz nicht absprechen. Über weite Strecken hielt der BSV Rehden auch in Unterzahl dagegen und zeigte besonders nach dem Seitenwechsel eine starke Reaktion. Am Ende war die lange Unterzahl jedoch nicht zu kompensieren – eine Partie, die durch eine strittige Entscheidung früh in eine entscheidende Richtung gelenkt wurde.

„Wir sehen immer wieder die Momente, in denen wir gut im Spiel sind – aber auch die Phasen, in denen es nicht passt. Aktuell werden wir dafür brutal bestraft“, so Trainer Kristian Arambasic. „Wir haben noch sieben Spiele, genug Zeit, um die nötigen Punkte zu holen. Wir werden uns da wieder herausarbeiten, davon bin ich überzeugt.“

Der Blick geht nach vorne: „Gegen Heeslingen haben wir die nächste Chance. Auswärts klappt es oft besser als zuhause – warum auch immer. Wir müssen jetzt alles reinwerfen und die Fehler minimieren. Danach kommen die direkten Duelle gegen die Mannschaften, die ebenfalls unten drinstehen – spätestens dort müssen wir punkten. Wir müssen einfach Vollgas geben und die aktuellen Fehler abstellen.“

Der BSV Rehden zeigte Moral und Kampfgeist, stand am Ende aber erneut mit leeren Händen da. Jetzt gilt es, die Köpfe oben zu behalten und den Fokus auf die kommenden Aufgaben zu richten.

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