Max Kummer trifft in der Nachspielzeit zum 1:1 – BSV bleibt weiter ungeschlagen
Rehden – Der BSV Rehden hat sich in einer intensiven Oberliga-Partie gegen den Lüneburger SK mit einem späten Treffer noch einen Punkt gesichert. Max Kummer erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit den viel umjubelten 1:1-Ausgleich und sorgte damit für einen dramatischen Schlusspunkt in den Waldsportstätten.
Rehden startet dominant
Der BSV begann druckvoll und übernahm früh die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit viel Ballbesitz versuchte Rehden das Spiel zu organisieren und sich Chancen zu erarbeiten. Bereits in der Anfangsphase bot sich die große Möglichkeit zur Führung, doch Noah Wallenßus scheiterte im Eins-gegen-Eins am stark reagierenden Lüneburger Schlussmann.
Trainer Kristian Arambasic sah seine Mannschaft zunächst klar im Vorteil:
„Wir sind gut in die Partie gekommen und haben Lüneburg eigentlich beherrscht, weil wir versucht haben, das Spiel gut zu organisieren. Durch einen individuellen Fehler der Gäste kommen wir früh zu einer Großchance durch Noah Wallenßus, der allein vorm Torwart auftaucht – aber der hält überragend.“
Auch eine einstudierte Eckballvariante brachte Gefahr: Julian Wolff kam frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch am Tor vorbei.
Lüneburg bleibt im Umschaltspiel gefährlich
Trotz der Rehdener Spielkontrolle blieben die Gäste im Umschaltspiel gefährlich. Vor allem über die Außenbahnen suchte der LSK immer wieder Zielspieler Malte Meyer im Strafraum. Ein Kopfball des Stürmers landete an der Latte, eine weitere Möglichkeit strich knapp am Pfosten vorbei.
„Wir haben das Spiel zu diesem Zeitpunkt eigentlich im Griff gehabt, mussten aber immer wieder aufpassen, weil Lüneburg im Umschaltspiel sehr gefährlich ist“, erklärte Arambasic. „Über links kamen einige gute Flanken von Bo Weishaupt, die Meyer im Zentrum gesucht haben.“
Mit einem insgesamt leistungsgerechten 0:0 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Chancen für den BSV – Führung für den LSK
Nach dem Seitenwechsel kam Rehden erneut engagiert aus der Kabine und wollte den Druck erhöhen. Doch trotz mehrerer guter Möglichkeiten gelang es dem BSV zunächst nicht, den Ball im Tor unterzubringen.
„Wir haben uns in der Halbzeit neu orientiert und wollten noch konzentrierter und taktisch abgestimmter spielen“, so Arambasic. „Dann haben wir diese große Dreifachchance – da musst du eigentlich ein Tor machen.“
Stattdessen schlugen die Gäste zu: Nach einer Standardsituation und einem zweiten Ball landete die Kugel bei Tomek Pauer, der in der 64. Minute zur überraschenden Führung für den Lüneburger SK traf.
Der Rückstand brachte den BSV zunächst aus dem Rhythmus. „Wir haben etwa zehn bis fünfzehn Minuten gebraucht, um wieder ins Spiel zu finden. Der Gegentreffer hat uns etwas durcheinandergebracht.“
Rehden wirft alles nach vorne
In der Schlussphase erhöhte Rehden noch einmal den Druck. Elias Beck vergab aus kurzer Distanz eine große Möglichkeit, zudem hatten auch Beytullah Özer und Noah Wallenßus weitere Chancen. Doch immer wieder stand heute beim LSK Hexen -Keeper Arne Exner den Rehdener Stürmern im Weg.
„Die Szene mit Elias Beck aus fünf Metern – den macht er normalerweise im Schlaf“, meinte Arambasic. „Aber heute hat der LSV-Torwart immer wieder stark gehalten.“
Mit zunehmender Spieldauer warf der BSV alles nach vorne. Selbst der Torwart rückte bei den letzten beiden Eckbällen mit in den Strafraum auf.
Kummer trifft in letzter Sekunde
Der unermüdliche Einsatz wurde schließlich doch noch belohnt. In der sechsten Minute der Nachspielzeit entstand nach einer Ecke ein Gewühl im Strafraum. Beytullah Özer reagierte schnell und legte quer auf Max Kummer, der den Ball aus kurzer Distanz direkt zum 1:1-Ausgleich ins Tor hämmerte.
„Ich war sehr stolz auf meine Mannschaft, weil sie bis zum Ende alles versucht und immer an sich geglaubt hat“, sagte Arambasic. „Wir hatten bei den letzten beiden Ecken sogar unseren Torwart vorne mit drin – und dann fällt aus dem Gewühl heraus der Ausgleich durch Max Kummer.“
„Ein gefühlter Sieg – aber eigentlich zu wenig“
Trotz der späten Rettung sah der Rehdener Trainer auch kritisch auf das Ergebnis.
„Für uns war das am Ende ein gefühlter Sieg, weil wir in allerletzter Sekunde noch einen Punkt geholt haben“, erklärte Arambasic. „Trotzdem war es eigentlich zu wenig. Wir hatten genügend Möglichkeiten, das Spiel vorher auf unsere Seite zu ziehen.“
Immerhin bleibt der BSV damit weiterhin ungeschlagen. Gleichzeitig richtete der Trainer den Blick bereits nach vorne:
„Jetzt warten mit Wilhelmshaven und Atlas Delmenhorst zwei spannende Aufgaben auf uns. Darauf freuen wir uns und werden uns konzentriert vorbereiten. Wenn wir noch weiter nach oben klettern wollen, brauchen wir in solchen Spielen drei Punkte.“
Am Ende blieb ein intensives und körperbetontes Oberliga-Duell, in dem sich der BSV Rehden dank großer Moral zumindest noch mit einem Punkt belohnte.
Weiter geht es am Freitag, den 13.03.2026 um 19:3, Uhr im Jadestadion, Gegner und Gastgeber ist dann der SV Wilhelmshaven.
Der BSV Rehden heute mit: Daniel Banfalvi, Julian Wolff (ab 72‘ Bo-Börge Drath), Javier Jimenez Paris (ab 81‘ David Lucic), Elias Beck, Luis Felipe Monteiro (ab 45‘ Max Kummer), Noah Wallenßus, Andre Nicolas Nddiaye, Niklas Bär, Serkan Temin (ab 72‘ Malik Euwi) , Beytullah Özer
Trainer: Kristian Arambasic
Torfolge: 0:1 Tomek Pauer (65.); 1:1 Max Kummer (90.+6)
Schiedsrichter: Silas Dickmann – Assistenten: Leaon Bartsch, Tim Luca Krause
Zuschauer: 178
#PureLeidenschaft
