„Schwarz-Weiß“ will weitere Ausrufezeichen setzen!
Rehden – Oberes gegen unteres Mittelfeld – und doch steckt in diesem Duell deutlich mehr, als es die Tabelle vermuten lässt. Bereits das Hinspiel gegen den Lüneburger SK Hansa hat gezeigt, wie intensiv, zweikampfstark und emotional diese Partie geführt wird.
Am kommenden Samstag, 7. März 2026, um 14:00 Uhr, feiert der BSV Rehden sein Heimdebüt im Jahr 2026. In den Waldsportstätten soll der Heimstart in die Rückrunde der Oberliga Niedersachsen gelingen – mit Tempo, Leidenschaft und maximaler Entschlossenheit.
Ausgangslage
Tabellarisch trifft das obere auf das untere Mittelfeld. Doch wer das erste Aufeinandertreffen gesehen hat, weiß: Hier geht es nicht um Statistiken, sondern um Intensität über 90 Minuten. Zweikämpfe, schnelles Umschalten und eine hohe Grundaggressivität prägten bereits das erste Duell.
Erster Heimgegner: Lüneburger SK Hansa
Nach der erfolgreichen Auswärtstour beim SV Holthausen/Biene wartet nun der erste Heimgegner des Jahres. Die Lüneburger gehen mit klaren Zielen und einigen personellen Veränderungen in die Rückrunde.
Auch ihre Vorbereitung war von schwierigen Bedingungen geprägt: Schnee und Eis erschwerten das Training im Freien, sodass flexibel zwischen Halle, Fitnessbereich und Kunstrasen ausgewichen wurde. Zudem verlängerte Trainer Tarek Gibbah seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2027.
Ein sportliches Ausrufezeichen setzte der Tabellenzehnte zuletzt mit einem 2:0-Heimsieg gegen den Aufstiegskandidaten SC Spelle-Venhaus – ein Erfolg, der das vorhandene Leistungsniveau der Mannschaft deutlich unterstrich.
Defensiv stabil und zweikampfstark
Die größte Stärke der Lüneburger ist aktuell ihre Defensive. Gegen physisch starke Gegner mit vielen langen Bällen behauptet der LSK konsequent die Lufthoheit und verteidigt äußerst diszipliniert.
Spieler wie Wilson Pinto Coelho, Stefan Wolk und Tomek Pauer arbeiten kompromisslos, gewinnen viele direkte Duelle und lassen nur wenige klare Abschlüsse zu. Diese defensive Stabilität bildet derzeit das Fundament des LSK-Spiels.
Umschaltspiel mit Durchschlagskraft
Offensiv agieren die Lüneburger zielstrebig. Nach Ballgewinnen schaltet die Mannschaft schnell um, nutzt Räume konsequent und spielt vertikal nach vorn.
Besonders auffällig ist die Effektivität nach der Pause: Mit Tempo, Präzision und Entschlossenheit kann der LSK Spiele innerhalb kurzer Zeit entscheiden.
Unterschiedsspieler in Schlüsselrollen
Kreative Impulse im Zentrum, hohe Laufbereitschaft im Angriff und konsequente Strafraumbesetzung sorgen dafür, dass der LSK nicht nur verteidigt, sondern zunehmend Spielkontrolle entwickelt.
Gefährlicher Zielspieler im Angriff
Im Strafraum agieren die Lüneburger konsequent und präsent. Flanken, zweite Bälle und Nachsetzen gehören klar zu ihrem Offensivprofil. Vor allem Malte Meyer übernimmt im Angriff Verantwortung, sorgt für Torgefahr und ist in entscheidenden Momenten präsent.
Mentale Stärke und Spielkontrolle
Bemerkenswert ist die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft. Selbst nach schwierigen Anfangsphasen bleibt das Team ruhig, arbeitet sich über Zweikämpfe ins Spiel und verteidigt Führungen konzentriert bis zum Schluss.
Gesamtbewertung
Sportlich ist der LSK ein unangenehmer Gegner: kompakt in der Defensive, intensiv gegen den Ball und konsequent im Umschalten. Vor allem defensiv präsentiert sich die Mannschaft aktuell auf hohem Oberliga-Niveau.
Für Trainer Gibbah ist der jüngste Erfolg ein wichtiger Beleg dafür, dass sein Team auch gegen spielstarke Gegner bestehen kann – vorausgesetzt Einsatz, Disziplin und Chancenverwertung stimmen.
Mit dem Sieg gegen ein Topteam der Liga hat der LSK zudem seine Ambitionen im Kampf um den Klassenerhalt deutlich unterstrichen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nicht nur mithalten, sondern auch gegen starke Gegner bestehen kann – ein klares Signal an die Konkurrenz.
Ausblick aus Rehdener Sicht
Beim Lüneburger SK Hansa zeigen sich trotz der stabilen Gesamtstruktur auch Ansatzpunkte für den Gegner. So ist die Chancenverwertung nicht immer konstant, wodurch Spiele trotz guter Offensivaktionen häufig lange offen bleiben.
Zudem hat die Mannschaft phasenweise Schwierigkeiten, wenn sie über längere Zeit gegen strukturierten Ballbesitz verteidigen oder selbst das Spiel aktiv gestalten muss – dann fehlt mitunter Geduld und Kontrolle im Aufbau.
Auffällig ist außerdem die vergleichsweise hohe Anzahl an Unentschieden, was darauf hindeutet, dass der LSK enge Partien selten früh entscheidet und sich schwer tut, Spiele klar zu dominieren.
Gegnercheck
Tabellenplatz: 10 Punkte: 24 Tordifferenz: 22:27
Letzte Spiele: S | U | N | U | S | —>
Beste Torschützen: 7 Tore – Malte Meyer | 3 Tore – Leon Perera | 2 Tore – Marian Andre Kunze
Trainer: Der 37-jährige Tarek Gibbah (seit Jul. 2025)
Rückblick auf das Hinspiel: Lüneburg vs. Rehden
Der BSV Rehden zeigte am sechsten Spieltag beim Aufsteiger Lüneburger SK-Hansa eine starke Moral, musste sich aber knapp mit 2:3 geschlagen geben. Noah Wallenßus brachte die Schwarz-Weißen zweimal in Führung (32‘, 82‘), doch drei Gegentreffer durch Malte Meyer (35‘, 42‘) und Jona-Heiko Prigge (65‘) entschieden das Spiel zugunsten der Gastgeber.
Die Partie stand zunächst wegen Unwetters auf der Kippe, startete schließlich nach rund einer Stunde Verzögerung vor 420 Zuschauern. Trotz zahlreicher Chancen in der zweiten Hälfte reichte es für den BSV nicht zum Ausgleich, doch Einsatz, Kampfgeist und Chancenfreude zeigten die Qualität des Teams.
Trainer Kristian Arambasic zur Personalsituation am Wochenende
Unser Trainer Kristian Arambasic blickt vor dem Wochenende positiv auf die Personalsituation beim BSV Rehden. Im Kader entspannt sich die Lage deutlich: Die Gelbsperren von Eric Anozie und Nikita Marusenko sind abgesessen, beide stehen somit wieder zur Verfügung. Auch David Lučić hat seine Zerrung auskuriert und ist ebenso wie David Klann wieder fit.
Damit kann das Trainerteam, Stand heute, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Eke Azuma stehen aktuell 22 gesunde und einsatzbereite Spieler bereit – beste Voraussetzungen also für die kommende Aufgabe.
Und noch ein Interview vor dem Heimspiel gegen den Lüneburger SK Hansa
Frage: Kristian, der BSV Rehden ist seit sieben Spielen ungeschlagen. Mit welchem Gefühl geht ihr in das Heimspiel?
Arambasic: Natürlich wollen wir unseren Lauf fortsetzen. Sieben Spiele ohne Niederlage aus den letzten acht Pflichtspielen geben uns Selbstvertrauen. Der Auftakt in der vergangenen Woche war vom Ergebnis her sehr gut. Spielerisch waren wir noch nicht bei 100 Prozent, aber es waren viele gute Dinge dabei. Gegen Lüneburg müssen wir uns am Samstag allerdings noch einmal deutlich steigern, weil uns ein sehr unangenehmer Gegner erwartet.
Frage: Was erwartest du vom Spiel gegen den LSK Hansa?
Arambasic: Ich erwarte vor allem eine hohe Intensität. Der LSK will sich endgültig aus dem unteren Tabellenbereich der Oberliga Niedersachsen befreien und wird entsprechend auftreten. Sie haben zudem mit dem 2:0-Sieg gegen den Top-Gegner SV Spelle-Venhaus einen starken Start in die Rückrunde hingelegt. Das zeigt, wie schwer diese Mannschaft zu bespielen ist.
Frage: Das Hinspiel habt ihr verloren. Ist das zusätzlich eine Warnung?
Arambasic: Auf jeden Fall. Wir haben im Hinspiel selbst erlebt, wie schwierig es gegen Lüneburg sein kann. Deshalb sind wir gewarnt. Trotzdem gehen wir selbstbewusst in die Partie und wollen die Punkte unbedingt in den Waldsportstätten behalten.
Frage: Es ist gleichzeitig das erste Heimspiel des Jahres 2026. Wie groß ist die Vorfreude?
Arambasic: Sehr groß. Es soll richtig gutes Wetter werden und wir hoffen natürlich auf viele Zuschauer. Für uns ist es etwas Besonderes, endlich wieder vor heimischer Kulisse zu spielen. Wir wollen den Fans ein gutes Spiel zeigen und den Heimauftakt erfolgreich gestalten.
Frage: Wie präsentierte sich die Mannschaft in der Trainingswoche?
Arambasic: Sehr engagiert. Alle Jungs geben im Training richtig Gas, jeder brennt und möchte spielen. Das gibt uns als Trainerteam viele Möglichkeiten – sowohl vor dem Spiel als auch während der Partie auf verschiedene Situationen reagieren zu können.
#PureLeidenschaft
