„Schwarz-Weiß“ behauptet sich im Spitzenspiel!
Rehden- Ebrima Jobe bringt unsere Schwarz-Weißen in Führung, Wilhelmshaven schlägt zurück: In einem intensiven Oberliga-Duell trennen sich der BSV Rehden und der SV Wilhelmshaven mit 1:1. Ein Abend, an dem am Ende nicht nur die spielerische Qualität, sondern vor allem Einsatz und Wille gefragt waren.
Freitagabend, Flutlicht und zwei punktgleiche Mannschaften im direkten Duell – die Voraussetzungen für einen besonderen Fußballabend in den Waldsportstätten waren gegeben. Am Ende stand für unseren BSV Rehden ein 1:1 (1:1) gegen den SV Wilhelmshaven. Ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften leben konnten, auch wenn auf beiden Seiten durchaus mehr möglich gewesen wäre.
Dabei entwickelte sich das erwartete Spitzenspiel zunächst zu einer taktisch geprägten Begegnung, ehe ein heftiger Regenguss zur Halbzeit den Rasen in eine schwer bespielbare Fläche verwandelte und den zweiten Durchgang zu einer echten Kraftprobe machte.
Jobe steht goldrichtig – BSV schlägt zuerst zu!
Die Gäste aus Wilhelmshaven übernahmen zunächst die Initiative und versuchten, unser gefährliches Umschaltspiel frühzeitig zu unterbinden. Unsere Schwarz-Weißen standen defensiv weitgehend sicher, fanden mit dem Ball allerdings nur selten den Weg in die gegnerische Hälfte.
Doch dann zeigte unser BSV, wie schnell es gehen kann!
In der 20. Minute spielte Daniel Hefele einen starken Pass in den Lauf von Luis-Felipe Monteiro. Der setzte sich mit einer sehenswerten Einzelaktion durch und kam zum Abschluss. SVW-Schlussmann Rebensburg konnte zunächst parieren, doch Ebrima Jobe, von seinen Mitspielern auch „Bolly“ genannt, reagierte blitzschnell und versenkte den Abpraller zum umjubelten 1:0.
Ein Treffer, der unseren Schwarz-Weißen zunächst zusätzliche Sicherheit gab. Doch Wilhelmshaven blieb geduldig und drängte den BSV im weiteren Verlauf zunehmend in die eigene Hälfte. Weil unsere Mannschaft im Ballbesitz zu schnell wieder die Kontrolle verlor, fehlte die notwendige Entlastung nach vorne.
Daniel Banfalvi bewahrte den BSV mit einer starken Parade im direkten Duell mit Sebastian Polter zunächst vor dem Ausgleich. In der 41. Minute war aber auch unser Schlussmann machtlos: Nach einer Flanke von Dennis Engel traf Tido Steffens per Kopf zum 1:1.
Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Wenn der Ball im Wasser liegen bleibt
Was dann folgte, hatte mit normalen Fußballbedingungen nur noch wenig zu tun. Ein heftiger Regenguss verwandelte den Rasen in den Waldsportstätten in eine zunehmend aufgeweichte Spielfläche. Pässe blieben plötzlich liegen, schnelle Kombinationen waren kaum noch möglich und jede Aktion wurde zur Herausforderung.
Wilhelmshaven kam zunächst besser aus der Kabine und suchte entschlossen den Weg nach vorne. Doch unsere Schwarz-Weißen stemmten sich gegen den Druck, verteidigten zahlreiche Standardsituationen und hohe Hereingaben mit großem Einsatz.
Auch Daniel Banfalvi war erneut gefordert und verhinderte mit wichtigen Aktionen einen möglichen Rückstand.
Dann die 57. Minute: Ebrima Jobe trat zu einem Freistoß an und setzte den Ball an die Latte! Im Nachsetzen landete das Leder durch BSV-Kapitän Julian Wolff im Tor. Der Jubel war allerdings nur von kurzer Dauer, denn der Schiedsrichterassistent hatte eine Abseitsstellung angezeigt. Es blieb beim 1:1.
Ein letzter Anlauf auf schwerem Boden
Mit zunehmender Spielzeit wurde aus dem Spitzenspiel ein echter Abnutzungskampf. Jeder Meter musste erarbeitet werden, jeder Zweikampf verlangte den Spielern alles ab.
Unser BSV ließ sich nicht unterkriegen und fand gerade in den letzten zehn bis fünfzehn Minuten noch einmal besser in die Begegnung. Mit frischen, schnellen Spielern versuchte Trainer Jan Stromberg, auf dem schwierigen Untergrund neue Impulse zu setzen.
Die Hoffnung auf den entscheidenden Treffer lebte bis in die Schlussminuten. Doch weder unsere Schwarz-Weißen noch die Gäste konnten eine ihrer letzten Aktionen erfolgreich abschließen.
So blieb es nach einer intensiven Begegnung bei der Punkteteilung.
Stromberg selbstkritisch: „Wir waren mit dem Ball nicht gut genug“
Nach dem Abpfiff fand BSV-Cheftrainer Jan Stromberg klare Worte. Zwar lobte er die defensive Arbeit seiner Mannschaft, insbesondere unter den schwierigen Bedingungen der zweiten Halbzeit, doch mit dem eigenen Spiel nach vorne war er nicht zufrieden.
„Wir haben zu Beginn noch ganz gut verteidigt und wenig zugelassen. Allerdings haben wir selbst nach vorne zu wenig zustande gebracht“, erklärte Stromberg.
Besonders die Entwicklung nach dem Führungstreffer beschäftigte den Coach: „Wir haben uns im Verlauf der ersten Halbzeit zu weit hinten reindrängen lassen. Das lag auch daran, dass wir die Bälle bei eigenem Ballbesitz zu schnell wieder hergegeben haben. Wir waren heute im Spiel mit dem Ball einfach nicht gut genug.“
Positiv bewertete er dagegen, wie seine Mannschaft nach der Pause mit den schwierigen Platzverhältnissen und den zahlreichen Standardsituationen der Gäste umging.
In der Schlussphase hatte Stromberg sogar noch auf den entscheidenden Treffer gehofft. Mit der Einwechslung schneller und beweglicher Spieler wollte er zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus.
Sein abschließendes Fazit war ebenso ehrlich wie deutlich:
„Es war nicht unser bester Tag und nicht unser bestes Spiel. Ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass wir nicht mehr auf den Platz bringen konnten. Aber wenn du so ein Spiel nicht gewinnen kannst, musst du den Punkt mitnehmen.“
Auch Wilhelmshaven kann mit dem Punkt leben
Gästetrainer Le Tran sprach auf der anschließenden Pressekonferenz ebenfalls von einem intensiven Spitzenspiel. Seine Mannschaft sei gut auf das gefährliche Rehdener Umschaltspiel vorbereitet gewesen und habe sich insbesondere nach der Pause Vorteile erarbeitet. Mit etwas mehr Glück wäre aus seiner Sicht sogar ein Auswärtssieg möglich gewesen. Dennoch zeigte er sich mit dem gewonnenen Punkt in Rehden zufrieden.
Ein Punkt, der die Ausgangslage offenhält
Natürlich hätten unsere Schwarz-Weißen den Flutlichtabend gerne mit einem Heimsieg gekrönt. Doch gegen einen körperlich starken und erfahrenen Gegner, der unserer Mannschaft alles abverlangte, zählt am Ende auch die Erkenntnis, dass man selbst an einem weniger guten Tag etwas mitnehmen kann.
Unser BSV hat gekämpft, sich gegen den Druck gestemmt und bis zum Schluss auf seine Chance gehofft. Spielerisch blieb Luft nach oben – das wusste nach dem Abpfiff niemand besser als die Mannschaft selbst.
Mit dem Punktgewinn bleibt die Ausgangslage in der Oberliga Niedersachsen weiterhin vielversprechend. Viel Zeit zum Zurückblicken bleibt ohnehin nicht: Bereits in der kommenden Woche am Sa., 24.10.2026 um 15:00 Uhr wartet in den Lüneburger Sülzwiesen mit dem LSK Hansa die nächste Herausforderung.
Ein Punkt im Spitzenspiel. Eine Mannschaft, die weiß, dass sie mehr kann. Und der klare Wille, es beim nächsten Mal wieder zu zeigen!
Der BSV Rehden heute mit : Daniel Banfalvi, Leonit Basha, Julian Wolff, Paterson Chato, Leon Arizanov, Max Kummer, Daniel Hefele (85. Daniel Jung), Luis Felipe Monteiro ((89. Salif Kujabi)), Takang Anubodem (79. Milan Hoffmeister ), Jimenez Paris (61. Bojang Babanding), Ebrima Jobe
Trainer: Jan Stromberg
Torfolge: 1:0 Ebrima Jobe (20.), 1:1 Tido Steffens (41.)
Schiedsrichter: Jonas Behrens
Zuschauer: 349
Pure Leidenschaft
