***Später Treffer reicht nicht mehr***

Rehden unterliegt in Hildesheim mit 1:2 – Dritte Niederlage in Folge

Hildesheim/Rehden – Der BSV Rehden hat beim VfV 06 Hildesheim eine 1:2 (0:2)-Niederlage hinnehmen müssen und steckt nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge in einer schwierigen Phase. Der späte Anschlusstreffer vor 506 Zuschauern durch Julian Wolff kam zu spät, um die Partie noch zu drehen.

Dabei begann die Begegnung aus Rehdener Sicht durchaus ordentlich. Die Mannschaft von Trainer Kristian Arambasic stand kompakt, setzte auf ein hohes Mittelfeld Pressing und fand zunächst gut in die Partie. „Wir waren gut drin, standen stabil und haben viele Bälle gewonnen“, so der Coach. Vor allem André N’Diaye, der angeschlagen auf der Sechs aushelfen musste, überzeugte als Ballgewinner.

Doch innerhalb weniger Minuten kippte die Partie. In der 14. Minute landete ein Distanzversuch von Yannik Schulze unglücklich im Strafraum, wo Louis Malina zur 1:0-Führung für die Gastgeber abstaubte. Nur vier Minuten später folgte der nächste Rückschlag: der wuchtige Mohammad Baghdadi nutzte freistehend einen Ballgewinn an der Strafraumkante den er sich zurechtlegte und auf 2:0 erhöhte. „Da stehen wir nicht konsequent genug drauf – sind zu passiv“, ärgerte sich Arambasic über die Entstehung des zweiten Gegentreffers.

In der Offensive blieb der BSV im ersten Durchgang weitgehend ungefährlich. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel, während Rehden zu selten Lösungen im letzten Drittel fand.

Umstellung bringt mehr Kontrolle

Zur zweiten Halbzeit reagierte Arambasic und stellte auf ein offensiveres System um. Innenverteidiger Julian Wolff rückte in die Spitze, Noah Wallenßus agierte dahinter auf der Zehn. Die Umstellung zeigte Wirkung: Rehden übernahm zunehmend die Kontrolle und drängte die Hildesheimer in die eigene Hälfte.

Chancen ergaben sich nun auch: Elias Beck scheiterte mit einem Abschluss, der noch zur Ecke geklärt wurde (54.), wenig später verpasste Wallenßus per Kopf nur knapp den Anschluss (64.). „Wir haben die zweite Halbzeit beherrscht, aber der letzte Pass hat gefehlt“, analysierte Arambasic treffend.

Unterzahl bremst Aufholjagd

Der eingewechselte VfVer Mahdi Biso scheiterte fünf Minuten vor dem Ende freistehend an Rehdens Torwart Daniel Banfalvi. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gäste bereits in Unterzahl, weil Malik Euwi in der 75. Minuten wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte sah. In Unterzahl wurde, die für unseren BSV ohnehin schwierige Aufgabe noch komplizierter jedoch wurde, diese von ihnen gut gelöst.

Trotzdem steckte Rehden nicht auf. In der Nachspielzeit wurde der Einsatz zumindest noch belohnt: Nach Vorarbeit von Noah Wallenßus traf der zuvor nach vorne beorderte Julian Wolff aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschluss. Für mehr reichte es jedoch nicht mehr.

Zwischen Fortschritt und Ergebniskrise

So blieb am Ende eine Niederlage, die zwar erneut keine Punkte brachte, aber zumindest phasenweise eine Leistungssteigerung erkennen ließ. „Einige Dinge waren besser als zuletzt“, sagte Arambasic, schränkte jedoch ein: „Uns fehlen im Moment Spielglück, Selbstvertrauen und Durchschlagskraft.“

Mit Blick auf die aktuelle Negativserie fand der Trainer klare Worte: „Wir sind im Abwärtsstrudel.“

Für den BSV Rehden gilt es nun, schnell die richtigen Antworten zu finden – bereits am Grün- Donnerstag im kommenden Heimspiel um 19:30 Uhr wartet mit dem SV Spelle-Venhaus die nächste wichtige Aufgabe.

Der BSV Rehden heute mit: Daniel Banfalvi, Bo-Börge Drath (78. Oleksii Mazur), Eric Anozie, Andre Nicolas N’Diaye (90. Leon Arizanov), Julian Wolff, Malik Euwi, Niklas Bär – Nikita Marusenko (78. Max Kummer), Takang Anubodem (74. Luis Monteiro) –, Noah Wallenßus, Elias Beck.

Trainer: Kristian Arambasic

Torfolge: 1:0 (14.) Louis Malina, 2:0 (17.) Mohammad Baghdadi, 2:1 (93.) Julian Wolff,   

Schiedsrichter: Andre Eikens

Zuschauer: 506


Trainerstimme:

BSV-Trainer Kristian Arambasic sah im ersten Durchgang durchaus Fortschritte, haderte aber erneut mit dem Ergebnis: „Wir wollten heute ein anderes Gesicht zeigen. In Meppen waren wir mit unserer Leistung nicht zufrieden, auch weil uns das Atlas-Spiel ein Stück den Boden unter den Füßen weggezogen hatte. Das ist uns heute besser gelungen – nur das Ergebnis passt mal wieder nicht.“

Der Matchplan sei zunächst aufgegangen: „Von der ersten Minute an hat vieles gestimmt. Wir wollten im Mittelfeld pressen, enge Abstände halten und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Gegen den Ball haben wir das ordentlich gemacht.“ Im Umschaltspiel habe jedoch die Durchschlagskraft gefehlt: „Da waren wir nicht zwingend genug, um uns klare Chancen zu erarbeiten.“

Erschwerend kommt die angespannte Personalsituation hinzu: „Uns fehlen aktuell einige Offensiv- und Kreativspieler durch Verletzungen und Sperren. Dafür haben wir es insgesamt ordentlich gemacht, aber das Spielglück ist im Moment nicht auf unserer Seite – das müssen wir uns wieder erarbeiten.“

Entscheidend seien die frühen Gegentreffer gewesen: „Wenn du in den ersten 20 Minuten zwei Schüsse zulässt und beide sind drin, dann ist das natürlich bitter. Vor dem 0:1 habe ich noch gesagt, dass wir gut im Spiel sind – und dann bekommen wir so ein unglückliches Tor durch einen Abstauber. Offensiv haben wir in der ersten Halbzeit zu wenig Druck entwickelt und kaum Chancen kreiert. So gehst du dann mit einem 0:2 in die Pause.“

Zur Pause reagierte der Trainer und stellte um: „Wir mussten mutiger werden, mehr Personal nach vorne bringen und die Spieler in ihre Stärken bringen.“ Die Anpassung zeigte Wirkung: „In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich bessere Aktionen, vor allem im Eins-gegen-eins, und haben das Spiel weitgehend kontrolliert.“

Trotz Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Malik Euwi blieb Rehden aktiv: „Malik hat bis dahin ein starkes Spiel gemacht, muss in der Szene aber vorsichtiger agieren.“ Gleichzeitig sprach Arambasic die wiederkehrenden Probleme an: „In solchen Situationen fehlt uns manchmal die Cleverness.“

Die größte Baustelle blieb die Chancenverwertung: „Wir hatten genug Möglichkeiten, den Anschlusstreffer früher zu machen. Gerade über die Außen sind wir gut durchgekommen, aber dann fehlt der letzte Zug zum Tor oder das Selbstvertrauen im Abschluss.“ So fiel der Treffer erst in der Nachspielzeit – zu spät für eine Wende.

„Es tut mir leid für die Jungs, weil sie ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben“, so Arambasic abschließend. „Kleine Fehler werden aktuell sofort bestraft. Da müssen wir offensiv wieder selbstbewusster werden, die kleinen Fehlet vermeiden und uns das nötige Spielglück wieder hart erarbeiten.“   

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