***Atlas gewinnt das Derby deutlich***

„Frühe Rote Karte bringt den BSV aus dem Konzept“

Rehden – Der BSV Rehden musste im Flutlicht-Duell der Oberliga Niedersachsen nach sieben Spielen ohne Niederlage am Freitagabend ein deutliches 0:5 (0:1) in Unterzahl gegen den Tabellenzweiten SV Atlas Delmenhorst hinnehmen. Schon früh zeichnete sich ein schwieriger Abend in den Waldsportstätten ab: Bereits in der 6. Minute flog Paris Jiménez nach einem ungestümen Foul vom Platz. „Er hat den Gegner gar nicht getroffen, aber die Karte war konsequent“, kommentierte Trainer Kristian Arambasic. Zehn Mann gegen ein Spitzenteam – das machte den Schwarz-Weißen von Beginn an das Leben schwer.

„Das Spiel vor 400 Zuschauern ist schnell erklärt: Wir hatten uns viel vorgenommen und ein gutes Gefühl“, schilderte Trainer Kristian Arambasic nach Abpfiff. Doch bereits nach sechs Minuten war dieser Plan Makulatur. Paris Jiménez sah nach einem Zweikampf die Rote Karte – und stellte die Partie früh auf den Kopf. „Damit war unsere Idee und unser Plan hinfällig“, so Arambasic.

Rehden stellte um, zog sich zurück und verteidigte fortan in Unterzahl. Das gelang über weite Strecken der ersten Halbzeit diszipliniert – mit einer entscheidenden Ausnahme: In der Anfangsphase war die Zuordnung bei einem Freistoß nicht sauber, Lucas Bauer brachte den Ball in den Strafraum, wo Tobias Fagerström am zweiten Pfosten lauerte und zum 0:1 vollendete (12.). „Da waren wir einmal nicht wach“, analysierte Arambasic.

Trotz der Unterzahl hielt der BSV die Partie danach offen. Die Defensive arbeitete konzentriert, Keeper Daniel Banfalvi verhinderte mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand. Offensiv blieb Rehden jedoch weitgehend harmlos – einzig ein Distanzversuch von Niklas Bär kurz vor der Pause sorgte für einen kleinen Abschlussmoment. „Mit der ersten Halbzeit bin ich trotz Unterzahl sehr zufrieden“, betonte Arambasic später.

Für den zweiten Durchgang hatte der Trainer einen klaren Plan: „Wir wollten das Spiel weiter offen halten und in den letzten 20 bis 30 Minuten mit offensiven Wechseln auf den Ausgleich gehen.“ Doch dieser Plan wurde kurz nach der Pause zunichtegemacht – und das gleich doppelt bitter.

Gerade hatte Arambasic mit Elias Beck eine zweite Spitze gebracht und die Formation offensiver ausgerichtet, da verletzte sich Rechtsverteidiger Eric Anozie und musste an der Seitenlinie behandelt werden. Rehden war in diesem Moment sogar nur zu neunt auf dem Feld – und nutzte die Situation nicht clever. „Da hätte Eric das Spielfeld nicht verlassen dürfen, um das Spiel zu unterbrechen und einen Wechsel zu ermöglichen“, ärgerte sich der Coach.

Atlas nutzte die Unordnung eiskalt aus: Über die verwaiste rechte Seite kam der Angriff, Bauer wollte eigentlich flanken, doch der Ball rutschte ihm über den Fuß und segelte unhaltbar für Banfalvi in den Winkel – 0:2 (64.).

Mit diesem Treffer war die Widerstandskraft der Rehdener spürbar gebrochen. Zwar versuchten die Gastgeber noch einmal, Druck aufzubauen, doch Atlas konterte gnadenlos: Nach schnellem Umschalten legte Bauer quer auf den eingewechselten Nico Poplawski, der zum 0:3 einschob (69.). „Das hat die Köpfe komplett runtergezogen“, gab Arambasic zu.

In der Schlussphase spielte der Tabellenzweite seine Überlegenheit konsequent aus. Bauer traf nach einem starken Solo zum 0:4 (73.) und setzte mit seinem dritten Treffer nach Ballgewinn gegen Andre Ndiaye den Schlusspunkt zum 0:5 (85.). Damit war der Angreifer an allen fünf Treffern direkt beteiligt und prägte die Partie entscheidend.

„Dann war die Gegenwehr gebrochen“, fasste Arambasic zusammen. „Es wurde ein ganz bitterer Abend für uns – gerade, weil wir zuletzt gut drauf waren und die Mannschaft den Willen hat, jedes Spiel gewinnen zu wollen.“

Trotz der deutlichen Niederlage richtet der Blick sich bereits nach vorne: „Das Spiel ist abgehakt. Glückwunsch an Atlas – und wir konzentrieren uns jetzt auf den SV Meppen II am Mittwoch. Da wollen wir wieder punkten.“

Der BSV Rehden mit: Daniel Banfalvi – Eric Anozie (64. Luis Monteiro), Julian Wolff, Henri Malik Euwi (61. Elias Beck)– Bo-Börge Drath (85. Takang Anubodem), Nikita Marusenko, Ander Nicolas Ndiaye, Niklas Bär – Beytullah Özer (81. Inwoo Choi) – Jimenez Paris, Noah Wallenßus (75. Serkan Temin)

Trainer: Kristian Arambasic

Torfolge: 0:1 Tobias Fagerström (13.); 0:2 Lucas Bauer (64.); 0:3 Nico Poplawski (69.); 0:4 Lucas Bauer (73.); 0:5 Lucas Bauer (85.)

Schiedsrichter: Aaron Sebastian Richter

Zuschauer: 400        

Sauna- und Sportparadies Diepholz

In angenehmer Atmosphäre finden Sie im Sauna & Sportparadies viele Möglichkeiten, sich vom Alltag zu befreien.

Das Sauna- und Sportparadies bietet Ihnen ein umfassendes Programm rund um den Wellness- und Fitnessbereich und unterstützt seit der Saison 2013/14 den BSV Schwarz-Weiß Rehden. Die Spieler des BSV können, neben dem Training auf dem Grün, an den professionellen Trainingsgeräten fit machen und in der schönen Saunalandschaft regenerieren.