„Rehden nutzt seine Chancen konsequent und verteidigt den Vorsprung mit viel Herz.“
Der BSV Rehden hat sein intensives Testspiel bei der U23 von SV Werder Bremen mit 3:2 für sich entschieden. In einer temporeichen und aufschlussreichen Begegnung zeigte sich die Mannschaft über weite Strecken griffig, effizient vor dem Tor und am Ende auch nervenstark – trotz Unterzahl in der Schlussphase.
Die Schwarz-Weißen starteten hellwach und konzentriert in die Partie auf Werders Platz 13. Von Beginn an setzte Rehden die Gastgeber mit hohem Tempo und aufmerksamem Pressing unter Druck. Schon vor dem ersten Treffer erspielte sich die Mannschaft durch Beck und Wallenßus zwei hochkarätige Möglichkeiten, ehe Elias Beck in der 4. Minute mit einem präzisen Linksschuss die verdiente Führung erzielte. Der frühe Treffer war die logische Folge eines konzentrierten und zielstrebigen Beginns.
Mit zunehmender Spielzeit fand Werder jedoch besser in die Begegnung. Nach einem schnellen Werder-Vorstoß über das Feld und zu passivem Verteidigungsverhalten im Mittelfeld der Gäste nutzten die Gastgeber ihre Gelegenheit konsequent – Safa Yildirim traf sehenswert in den Winkel zum Ausgleich (13.). Werder ist halt Werder. In der Folge entwickelte sich eine offen geführte Partie. Werder hatte mehr Ballbesitz, während Rehden defensiv kompakt blieb und die Abstände eng hielt. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel aus Rehdener Sicht jedoch etwas hektischer, auch weil die Belastung aus dem Emden-Testspiel spürbar wurde. Werder erhöhte das Tempo und kam zu weiteren Möglichkeiten, während Rehden nicht mehr ganz die Ruhe im eigenen Spiel fand. So ging es nach einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einem 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Rehden wieder zielstrebiger und vor allem eiskalt vor dem Tor. Zunächst überstand die Mannschaft zwei gefährliche Szenen, bei denen Salim Musah nur knapp verzog. Auf der anderen Seite schlugen die Gäste dann konsequent zu: Nach einer Hereingabe blieb Beytullah Özer vor dem Tor ruhig und brachte den BSV erneut in Führung (56.).
Nur wenige Minuten später folgte der nächste Wirkungstreffer. Noah Wallenßus setzte sich im Kopfballduell stark durch und erhöhte auf 3:1 (62.). In dieser Phase zeigte sich die Effizienz der Rehdener Offensive besonders deutlich – wenige Chancen, aber konsequent genutzt.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein klassischer Testspielcharakter mit vielen Wechseln auf beiden Seiten. Die Umstellungen brachten zeitweise etwas Unordnung ins eigene Ballbesitzspiel, gegen den Ball blieb die Mannschaft jedoch weitgehend stabil. Werder erhöhte noch einmal den Druck und kam durch Princewill Mbock zum Anschlusstreffer (75.).
Die Schlussphase wurde zusätzlich erschwert, als Rehden nach einer Gelb-Roten Karte die letzten 15 Minuten in Unterzahl bestreiten musste. Doch mit großem Einsatz, Geschlossenheit und viel Wille verteidigte die Mannschaft den knappen Vorsprung bis zum Abpfiff. Auch der in den Kader zurückgeholte Werder-Keeper Ole Springer konnte den Offensivdrang der Gäste zuvor nicht entscheidend stoppen.
Am Ende stand ein verdienter 3:2-Erfolg in einem intensiven und aufschlussreichen Test, der wichtige Erkenntnisse für die weitere Vorbereitung lieferte. Besonders positiv: die Effizienz im letzten Drittel, die defensive Stabilität über weite Strecken sowie die Mentalität in der Schlussphase unter Druck.
Stimmen zum Spiel:
Rehdens Trainer Kristian Arambasic zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, ordnete den Erfolg jedoch realistisch ein:
Der Test sei ein Schritt nach vorn gewesen, auch wenn ihn die beiden Gegentore ärgerten. Besonders mit den ersten 10 bis 15 Minuten war er sehr zufrieden – dort habe seine Mannschaft schnell ins Spiel gefunden und sich bereits vor dem Führungstreffer mehrere klare Chancen erspielt.
Nach dem Ausgleich habe Werder besser ins Spiel gefunden, während seinem Team zeitweise die Ruhe gefehlt habe – auch aufgrund der hohen Belastung aus den vergangenen Tagen. In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft dann wieder ihre Effizienz gezeigt und die Chancen konsequent genutzt. Die vielen Wechsel seien typisch für ein Testspiel gewesen, hätten aber auch etwas Unordnung gebracht. Positiv hob er hervor, dass sein Team die Schlussphase trotz Unterzahl erfolgreich überstanden habe.
Insgesamt sehe er in den letzten Spielen eine klare Entwicklung, auch wenn noch Fehler vorhanden seien, an denen weitergearbeitet werden müsse – insbesondere vor dem Hintergrund bisher fehlender Trainingsmöglichkeiten auf dem Platz.
Ziel sei es, am Sonntag noch ein weiteres Testspiel gegen den HSC Hannover zu absolvieren. Anschließend soll erstmals seit dem 6. Januar wieder eine strukturierte und durchgehende Trainingswoche stattfinden, um gezielter und intensiver arbeiten zu können. Diese Phase soll die Grundlage dafür schaffen, optimal vorbereitet in den Pflichtspiel-Restart gegen den SV Holthausen/Biene zu gehen.
Gleichzeitig lobte er die hervorragenden Bedingungen vor Ort und wünschte Thomas Wolter und seiner Werder U23 für die Liga viel Erfolg und danken dem Verein für ein interessantes Testspiel.
Auch Werders U23-Trainer Thomas Wolter zog auf Werders HP ein klares Fazit: Rehden sei ein sehr guter und engagierter Gegner gewesen, dem man den unbedingten Siegeswillen angemerkt habe. Seine Mannschaft habe noch Trainingsrückstand, weshalb solche Testspiele für die Entwicklung enorm wichtig seien. Nun gelte es, wieder in den regulären Trainingsbetrieb zu kommen und die vorhandenen Defizite bis zum Ligaauftakt aufzuarbeiten.
Am Ende alles in allem ein intensiver Test mit wertvollen Erkenntnissen – und ein weiterer Schritt in der Vorbereitung für den BSV.
#Pure Leidenschaft
