„Wir waren froh, wieder grünen Rasen gesehen zu haben!“
Ahlen/Rehden – Der BSV Rehden hat beim Testspiel gegen den neuformierten Westfalen Oberligisten Rot Weiss Ahlen eine 4:0 (0:0) Auswärtsniederlage bezogen. In einer Begegnung über drei Halbzeiten à 40 Minuten setzte sich am Ende das Team der Gastgeber vor 100 Zuschauern durch.
Nach zwei witterungsbedingt schwierigen Wochen war die Freude groß, endlich wieder grünen Rasen unter den Füßen zu haben und Fußball spielen zu können. Für den BSV „Schwarz-Weiß“ Rehden stand beim Testspiel gegen Rot Weiss Ahlen nicht das Ergebnis, sondern vor allem eines im Vordergrund: wieder in den Spielrhythmus kommen und wertvolle Erkenntnisse sammeln.
Gespielt wurden insgesamt 115 Minuten, ursprünglich waren drei Drittel à 40 Minuten geplant. Da beide Trainer ihre gewünschten Eindrücke sammeln konnten, beendete der Schiedsrichter die Partie etwas früher. In der langen Spielzeit baute der BSV zudem mehrere Gastspieler ein, um möglichst vielen Akteuren Einsatzzeit zu geben.
Das erste Drittel verlief insgesamt ordentlich aus Sicht der Schwarz-Weißen. Der BSV hielt gut dagegen, war präsent in den Zweikämpfen und erspielte sich selbst einige gute Torchancen. Ein Treffer wollte jedoch nicht gelingen. Auch Rot Weiss Ahlen kam zu Möglichkeiten, doch auch unsere Jungs ließen insgesamt wenig zu. Ahlen agierte mit hohem Pressing, wodurch der Spielaufbau des BSV erschwert wurde. So musste häufig über lange Bälle und zweite Bälle agiert werden. In Summe ein intensives erstes Drittel mit einem leichten Chancenplus für den BSV, bei dem man mit einem 0:0 in die erste Pause ging.
Im zweiten Drittel knüpfte der BSV zunächst noch an die ordentliche Leistung an. Nach rund 60 Minuten und mehreren personellen Wechseln – der zweite Block kam auf den Platz – verlor das Spiel jedoch etwas an Struktur. Innerhalb kurzer Zeit nutzte Ahlen Fehler konsequent aus und ging durch einen Doppelschlag in Führung: Bernad Gllogjani (63.) und Marc Heider (64.) trafen nach einem Ballverlust und einem Stellungsfehler in der BSV-Verteidigung. Kurz vor der zweiten Pause erhöhte erneut Gllogjani (79.) auf 3:0. In dieser Phase gab der BSV das Spiel aufgrund eigener Fehler binnen weniger Minuten aus der Hand.
Im letzten Drittel musste unsere Elf nach einem Torwartfehler noch das 4:0 durch D. Wöstmann (91.) hinnehmen. Eigene Offensivaktionen blieben nun rar. Die besten Möglichkeiten hatte Paris, der nach einer Flanke per Kopf nur die Latte traf, sowie ein Distanzschuss – mehr sprang für uns jedoch nicht mehr heraus.
Unterm Strich war das erste Drittel ganz in Ordnung, das zweite und dritte entsprachen nicht den Vorstellungen des Trainerteams. Erschwerend kam hinzu, dass mehrere Stammspieler ersetzt werden mussten. Mit Beck, Monteiro, Lucic, Marusenko, Klann fehlten wichtige Akteure, die sonst für Qualität, Struktur und Durchschlagskraft – vor allem aus dem Mittelfeld heraus – sorgen. Zudem spielten einige Akteure auf ungewohnten Positionen.
Im Fokus stand an diesem Tag jedoch weniger das Ergebnis, sondern das Wiederfußballspielen nach der wetterbedingten Pause. Besonders positiv: Trotz eines intensiven Spiels blieb der BSV verletzungsfrei.
Trainerfazit – Kristian Arambasic
„Nach zwei Wochen ohne Spiel war es vor allem wichtig, dass die Mannschaft wieder Fußball spielen konnte und niemand verletzt wurde. Das erste Drittel war ordentlich, danach haben wir leider den Faden verloren, gerade nach den Wechseln. Positiv war, dass wir drei Gastspieler einbinden konnten und wertvolle Erkenntnisse über ihre Positionen und Einsatzmöglichkeiten gewonnen haben.
Zum Gegner kann ich nur sagen: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rot Weiss Ahlen lange im Tabellenkeller der Oberliga Westfalen verbleiben wird. Mit den zahlreichen Neuzugängen verfügt Ahlen über brutale individuelle Qualität. Dass alles noch nicht eingespielt ist, ist völlig normal – sowohl für die neue Mannschaft als auch für den neuen Cheftrainer Marcel Stöppel.“
„Für uns war es insgesamt ein wertvoller Test, um zu sehen, wo wir aktuell stehen. Das Ergebnis fiel zwar deutlich aus, aber unter den gegebenen Umständen war es gut, überhaupt spielen zu können.“
